Vater Rhein: die meist­be­fah­re­ne Was­ser­stra­ße der Welt
6. März 2017
Klang­ge­wal­ten im Fische­rei-Muse­um

Berg­hei­mer Nach­wuchs­künst­ler weih­te neu­en Flü­gel ein Schon seit gerau­mer Zeit ist das Fische­rei-Muse­um in Trois­dorf Berg­heim nicht nur Treff­punkt und Erleb­nis­raum für alle, die sich für die Kul­tur­ge­schich­te der Fische­rei oder das Natur­schutz­ge­biet Sie­gaue inter­es­sie­ren. Auch für kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen und Unter­richt der Musik­schu­le Trois­dorf wer­den die Muse­ums-Räu­me genutzt. Ein beson­de­res musi­ka­li­sches High­light gab es ver­gan­ge­nen Don­ners­tag. Ein schwar­zer Flü­gel des japa­ni­schen Kla­vier­her­stel­lers Kawai wur­de von Lukas Gott­fried, einem Nach­wuchs­künst­ler aus Trois­dorf-Berg­heim, ein­ge­weiht.

Dass es über­haupt dazu kam, war rei­ner Zufall, erzählt der Berg­hei­mer Orts­vor­ste­her Karl-Heinz Stock­sie­fen. Eigent­lich hat­te er bei der Musik­schu­le Trois­dorf nur mal nach­fra­gen wol­len, ob sie nicht ein Kla­vier übrig hät­ten. Das bis dahin im Fische­rei­mu­se­um genutz­te ließ vom Klang her doch ein wenig zu wün­schen übrig. Über die Ant­wort des Lei­ters der Musik­schu­le, Karel Wal­ra­vens, war Stock­sie­fen über­rascht. Denn es war nicht ein Kla­vier, das er bekam, son­dern ein aus­ran­gier­ter Flü­gel, der post­wen­dend ins Muse­um gelie­fert wur­de.

Der Gewin­ner des regio­na­len Wett­be­werbs von „Jugend musi­ziert“ Lukas Gott­fried hat­te die Ehre, als ers­ter des­sen Klän­ge der Öffent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren. Mit vir­tu­os gespiel­ten Stü­cken von Franz Schu­bert, Ser­gej Rach­ma­ni­now, Richard Clay­der­mann und Impro­vi­sa­ti­ons-Med­leys moder­ner Musik begeis­ter­te der 18jährige Abitu­ri­ent die rund 50 Zuhö­rer. Dabei demons­trier­te er sowohl die Klang­ge­wal­tig­keit des Instru­ments als auch die lei­sen Töne auf beein­dru­cken­de Art und Wei­se. Kein Wun­der, dass das Publi­kum noch eini­ge Zuga­ben for­der­te, bevor es den Nach­wuchs­künst­ler, der seit sei­nem sechs­ten Lebens­jahr Kla­vier spielt, mit viel Applaus ent­ließ.

(Text: I. Graut­stück / Foto: D. Scholl )

Es grü­ßen aus dem Muse­um
Dr. Petra Reck­lies-Dah­l­mann / Karen Lerch
(Muse­ums­lei­tung / Assis­tenz)